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Vom Einfamilienhaus zum modernen Mehrfamilienhaus
Standort
Kirchberg i. T.
Datum
September 2024-Mai 2025
Rolle
Kalkulation
Projekt und Bauleitung
Tragwerksplanung
Werk und Holzbauplanung
Abrechnung und Übergabe
Im Zentrum dieses Projekts stand die behutsame Weiterentwicklung eines Bestandsgebäudes aus den 1960er-Jahren zu zeitgemäßem, nachhaltigem Wohnraum. Anstatt eines vollständigen Neubaus wurde der vorhandene Baukörper bis auf das Erd- und Kellergeschoss rückgebaut und durch zwei zusätzliche Geschosse in moderner Holzbauweise ergänzt. Durch diese Maßnahme konnte bestehende Substanz sinnvoll genutzt und gleichzeitig hochwertiger neuer Wohnraum geschaffen werden.
Aus der ursprünglich bestehenden Wohneinheit entstanden vier eigenständige Wohnungen mit klarer und effizienter Erschließungsstruktur. Der Zugang erfolgt über die Weiterführung des bestehenden Stiegenhauses, ergänzt durch einen neu errichteten Aufzug, der komfortabel bis in die Penthousewohnung führt. Zusätzlich wurden eine Garage sowie ein Carport errichtet, die sich selbstverständlich in das Gesamtkonzept einfügen.
Bereits in einer sehr frühen Projektphase lag unser Fokus auf hoher Kosten- und Terminsicherheit. Grundlage dafür war die detaillierte Kalkulation eines Generalunternehmerangebotes. Parallel dazu wurde ein eingespieltes Projektteam aus Planern, Fachingenieuren und ausführenden Betrieben zusammengestellt, die bereits in früheren Projekten erfolgreich zusammengearbeitet hatten. Diese enge und vertrauensvolle Kooperation bildete die Basis für einen reibungslosen Projektablauf. Besonders angenehm war dabei die Zusammenarbeit mit den Bauherren, die während der gesamten Bauphase weiterhin im Erdgeschoss wohnten.
Unsere Leistungen umfassten die gesamte Projekt- und Bauleitung des Generalunternehmerprojekts, die Holzbauplanung inklusive Tragwerks- und Werkplanung sowie die Koordination aller Projektbeteiligten. Ein exaktes Bestandsaufmaß mittels Tachymeter stellte sicher, dass die Schnittstellen zwischen Bestandsbau und Holzbau präzise geplant und umgesetzt werden konnten. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgten die Abrechnung sowie die strukturierte Übergabe an den Bauherrn.
Konstruktiv setzt das Projekt konsequent auf zeitgemäßen Holzbau. Die neuen Decken- und Aufzugsschachtkonstruktionen wurden als CLT-Elemente ausgeführt. Die Außen- und Innenwände entstanden in Holzrahmenbauweise und wurden mit Zellulose gedämmt, wodurch ein hervorragendes Raumklima und sehr gute energetische Kennwerte erzielt werden konnten. Das Dach wurde aus vorgefertigten Rippenelementen hergestellt und ermöglichte eine schnelle und präzise Montage auf der Baustelle. Eine in die Fassade integrierte Photovoltaikanlage sowie eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung ergänzen die effiziente Haustechnik.
Ein wesentlicher Vorteil des gewählten Baukonzepts lag in der kurzen Bauzeit. Durch den hohen Vorfertigungsgrad im Holzbau sowie die parallele Abwicklung von Abbruch- und Baumeisterarbeiten auf der Baustelle konnte das Projekt in einer Gesamtbauzeit von nur acht Monaten realisiert werden – inklusive einer einmonatigen Winterpause. Die Bauphase war dadurch nicht nur effizient, sondern auch im bestehenden Wohngebiet vergleichsweise leise und sauber. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil bestand darin, dass ein Großteil der Investitionskosten erst relativ spät anfiel und somit nur über einen kurzen Zeitraum finanziert werden musste.
Das gesamte Projekt wurde bereits im Vorfeld digital vollständig konstruiert und damit gewissermaßen vorab „gebaut“. Planungs- und Ausführungsrisiken konnten so minimiert werden – Überraschungen auf der Baustelle waren nahezu ausgeschlossen.
Das Projekt zeigt exemplarisch, welches Potenzial in der Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden liegt. Durch kluge Planung, den Einsatz moderner Holzbautechnologien und eine strukturierte Projektabwicklung entstand aus einem Einfamilienhaus ein zeitgemäßes Mehrfamilienhaus mit hoher Wohnqualität, nachhaltiger Bauweise und langfristigem Mehrwert – sowohl für die Bewohner als auch für den Bauherrn.
























